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Wattenbeker Jugendliche vertraten Russland, Algerien und
Brasilien
Was
in den USA schon in vielen großen Städten stattfindet, etabliert
sich nun auch allmählich in Deutschland. Simulierte Sitzungen der
Vereinten Nationen sollen Schülern einen Einblick in das
Tagesgeschäft der weltumspannenden Diplomatie geben.
Schüler
aus Schleswig Holstein, ganz Deutschland und sogar weit entfernten
Ländern (ein Teilnehmer reiste sogar aus Rio de Janeiro an)
schlossen sich zu verschiedenen Delegationen zusammen, um vom 20.
bis zum 24. Oktober 2005 verschiedene Länder aus der ganzen Welt
in einer simulierten Sitzung der Vereinten Nationen, der MUN-SH,
im Kieler Landeshaus zu vertreten.
Dabei
ging es gezielt darum, sich in die Position „seines“
zugeteilten Landes zu versetzen und seine Interessen in
simulierten Gremien, wie etwa der Generalversammlung, des
Weltsicherheitsrates oder des Hauptausschusses für Abrüstung und
Internationale Zusammenarbeit so gut wie möglich zu vertreten und
durchzusetzen.
Am
20. Oktober begann die Veranstaltung mit einer kurzen Regelerläuterung
und einer Einführungsveranstaltung. Die von Schülern und
Studenten organisierte Veranstaltung nach Vorbildern aus Stuttgart
und New York konnte sich über regen Zulauf freuen. Denn schon vom
nächsten Morgen an hieß es für ca. 350 Teilnehmer jeden Tag bis
zu zwölf Stunden in
Sitzungen mit Anzug und Krawatte zu sitzen.
Festgelegt
waren auch Redefloskeln und Umgangsregeln. Die Vereinten Nationen
sollten möglichst originalgetreu nach-gestellt werden. Deswegen
bestanden die Veranstalter auf einem sehr geregelten Umgangston
auch abseits der Sitzungen und achteten darauf, dass die
diplomatische Form der Sitzungen eingehalten wurde. Was sich für
viele Teilnehmer eher ungewohnt und kompliziert anhörte, war dann
aber schon nach wenigen Stunden in Gewohnheit übergegangen und
stellte für die meisten kein Problem mehr dar.
Auch
aus Wattenbek und Bordesholm
nahmen Schüler teil und waren von Konzept und Ausführung
begeistert. So vertraten Jan-Birger Kirchhoff, Maximilian Kälbert
und Fabian Föh z.B. die Russische Föderation, Algerien und
Brasilien in verschiedenen Themenbereichen.
Nach
fünf Tagen und einem anstrengenden Wochenende war dann alles
vorbei und die Teilnehmer konnten schließlich begeistert und
erschöpft auf durchaus erfolgreiche Tage zurückblicken, in denen
viele Resolutionen verabschiedet, Allianzen und auch
Freundschaften geschlossen wurden. Das Ziel, den Schülern die
internationale Politik etwas näher zu bringen und auf praktische
Weise zu erläutern, war mehr als gut gelungen.
Weitere
Infos finden Sie unter: www.mun-sh.de
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